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23. Februar 2012 um 19 Uhr
Begrüßung: Dr. Ludwig Popper / SOS-Mitmensch Burgenland Am Podium: Moderation: Erich Schneller / ORF
Die in Europa auf 12-15 Millionen geschätzte Bevölkerungsgruppe der Roma leidet unter jahrhundertlanger massiver Diskriminierung und sozialer Ausgrenzung. Grausamer Höhepunkt war ihre systematische Ermordung in den KZ´s der Nazidiktatur. Derzeit kommt es nicht nur in den neuen Mitgliedstaten der EU zu zahlreichen rassistischen Übergriffen. Grundsätzlich kann behauptet werden, dass die Bevölkerungsgruppe der Roma zu den größten Verlierern der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Krise zählt. Dies dokumentiert sich in extrem hoher Arbeitslosigkeit und Armut, fehlendem Zugang zu Bildung und Ausbildung, mangelnder medizinischer Versorgung und miserablen Wohnverhältnissen. Die allgemeinen Grund- und Menschenrechte scheinen für sie nicht mehr zu gelten (Gleichheit, Freizügigkeit....). Seit Jahren bemühen sich daher die EU und die Nationalstaaten diesen unhaltbaren Zustand zu beenden. Bisher allerdings - bis auf wenige Ausnahmen - ohne Erfolg! Im Rahmen der Europa 2020-Strategie der EU soll dies gründlich anders werden. Es wurde ein Rahmenprogramm für nationale Roma- Integrationsstrategien entwickelt. Jeder Mitgliedsstaat wurde verpflichtet bis Ende 2011 einen verbindlichen Integrationsplan auszuarbeiten. Im April 2012 wird die EU diese Pläne präsentieren. Die Ziele dieses Vorhabens, die geplanten Umsetzungsschritte und die dafür relevanten Budgets stehen zur Diskussion.
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